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Aktuelles

14.06.2017
Poppe-Veritas Gruppe schaltet in neuen Modus: nach Restrukturierung Weichen für stabile Entwicklung gestellt

 

·Umsatz 2016 mit 654 Mio. EUR wie geplant leicht unter Vorjahr

·Auftragseingang 2016 um 9,6 % auf 562 Mio. EUR gesteigert

·Durch Internationalisierung arbeitet Poppe-Veritas an Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit

·Investitionsschwerpunkte: Sowohl der Stammsitz Gelnhausen als auch die Erschließung des chinesischen Marktes

·Neue Produkte zur Optimierung des Verbrennungsmotors und für alternative Antriebskonzepte

 

Gelnhausen, 14. Juni 2017

 

Der Automobilzulieferer Poppe-Veritas Gruppe wird im Rahmen seines neuen Strategieprogramms „Strategy 21+“ sowohl in die Zukunftsfähigkeit des Stammsitzes in Gelnhausen/Hessen als auch in seine weitere Internationalisierung investieren. Nach der Restrukturierung von 2014 bis 2017 befindet sich der Spezialist für Dichtungs-, Fluid- und Thermomanagement bereits in der geplanten Konsolidierungsphase. Dementsprechend lag der Umsatz der Poppe-Veritas-Gruppe 2016 mit 654 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahreswert von 684 Mio. EUR. Die Auftragseingänge zeigen jedoch, dass die Poppe-Veritas Gruppe mit der erfolgten Neuausrichtung die Basis für künftiges Umsatzwachstum gelegt hat: 2016 ist der Auftragseingang um 9,6 % auf 562 Mio. EUR gestiegen (2015: 513 Mio. EUR). Besonders positiv: Im laufenden Geschäftsjahr liegt der Auftragseingang zum Ende des ersten Halbjahres mit 570 Mio. EUR bereits leicht über dem Gesamtwert aus 2016. Beim Umsatz rechnet die Poppe-Veritas Gruppe für 2017 mit einem Wert auf dem Niveau des Vorjahres. 

 

Bei der Vorstellung der neuen Unternehmensstrategie sagte die Vorstandssprecherin der Poppe-Veritas Gruppe, Lucie Toscani: „Wir sehen mit unterschiedlichen Kunden sowohl in China als auch im NAFTA-Raum noch ein großes Potenzial für die Poppe-Veritas Gruppe. Aber selbst in unserem Stammmarkt Europa haben wir unsere Möglichkeiten noch nicht voll ausgeschöpft. Insofern wollen wir im Rahmen unserer Strategy 21+ in allen drei großen Automotive-Märkten Wachstumspotenziale heben. Dies sowohl mit Produkten zur Optimierung des Verbrennungsmotors als auch im Bereich der alternativen Antriebskonzepte.“

 

Die Strategy 21+ zielt insbesondere darauf, die Werkstoffkompetenz des Unternehmens, die Technologien, Standorte und Mitarbeiter künftig effizienter und proaktiver am Markt zu positionieren. „Wir wollen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu motivieren, den Blick nach vorn zu richten und gemeinsam in einen neuen Modus zu schalten, der uns in den kommenden Jahren auf einen stabilen Wachstumspfad bringt. Hierzu haben wir uns das Ziel gesetzt, mit unserer Werkstoffkompetenz für Gummi, Kunststoff und Metall als weltweit aufgestellter Entwicklungspartner der Automobilhersteller unseren Beitrag zur Mobilität der Zukunft zu leisten“, ergänzt Toscani.
 

Investition von 5,8 Mio. EUR am Standort Gelnhausen

Der Stammsitz in Gelnhausen ist die Geburtsstätte der heutigen Poppe-Veritas Gruppe. Das 1849 gegründete Familienunternehmen steht heute vor allem für Systemlösungen im Dichtungs-, Fluid- und Thermomanagement von Fahrzeugen. Zu den wesentlichen Produkten der Poppe-Veritas Gruppe gehören beispielsweise Schläuche, Leitungen und Luftführungen sowie SCR-Tanksysteme und Dichtungen für Pkw und Nutzfahrzeuge. Dabei wird der Standort Gelnhausen auch in Zukunft eine bedeutende Rolle im Gesamtgefüge des Unternehmens spielen. „Die Eigentümerfamilie hat sich zum Produktionsstandort Gelnhausen bekannt. Auf der Basis unseres Restrukturierungsprogramms ist es uns gelungen, den Standort wieder wettbewerbsfähig zu machen. Daher können wir optimistisch in die Zukunft schauen und 2017 sogar noch neue hochqualifizierte Jobs in Gelnhausen schaffen“, sagt Vorstandssprecherin Toscani. Im laufenden Geschäftsjahr wird die Poppe-Veritas Gruppe rund 6 Mio. EUR in die weitere Modernisierung des Standort Gelnhausen investieren. Zudem investiert Poppe-Veritas einen ähnlichen Betrag im Geschäftsjahr 2017 in ein neues IT-System, das ab 2018 in Gelnhausen an den Start geht.  

 

Investition in den Wachstumsmarkt China

Große Bedeutung kommt im Rahmen der Strategie 21+ auch der weiteren Internationalisierung der Geschäfte der Poppe-Veritas Gruppe zu. Hier wird vor allem China ein größeres Gewicht erhalten. Der Automobilzulieferer eröffnet Mitte des Jahres am Standort Kunshan nordwestlich von Shanghai ein neues Werk für die Produktion von Ladeluft-Leitungen und erweitert damit seine bereits 2010 in China aufgebauten Produktionskapazitäten deutlich. Insgesamt beläuft sich das Investitionsvolumen 2017 in China auf rund 11 Mio. EUR. Die Poppe-Veritas Gruppe plant, dass die lokale chinesische Fertigung in den kommenden zehn Jahren rund 20% zum Umsatz beitragen wird. „Wenn wir bei den globalen Plattformkonzepten unserer Kunden dabei sein wollen, müssen wir unsere Präsenz in China weiter ausbauen. Wir sehen im chinesischen Markt aber auch die große Chance, neue Kunden für die Poppe-Veritas zu gewinnen. Letztlich wird unsere globalere Aufstellung auch dafür sorgen, die Zukunft unserer deutschen Standorte zu sichern“, so Toscani.

 

Von Megatrends profitieren

Potenzial für eine weitere positive Entwicklung sieht Lucie Toscani sowohl in Produkten zur Optimierung des Verbrennungsmotors als auch in Thermomanagement-Lösungen für Elektrofahrzeuge: „Bis 2025 wird nach übereinstimmender Einschätzung von Branchenexperten die Mobilität weiter durch den Verbrennungsmotor geprägt sein. Wir werden hier sowohl durch die Trends wie Downsizing und Leichtbau als auch durch die wachsende Bedeutung von Hybridfahrzeugen profitieren.“ Beispiel Hybridfahrzeuge: Hier ist Veritas bereits heute in zahlreichen Fahrzeugen u.a. mit Steckdosenmulden vertreten. Doch auch für reine Elektrofahrzeuge sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt: „Für die Elektromobilität werden umfangreiche Kühlsysteme, beispielsweise für die Batterie, den Antrieb und die Leistungselektronik benötigt. Wir haben neue Werkstofflösungen entwickelt, die genau für diese Anwendungen notwendig sind. Zudem arbeiten unsere Entwickler, Werkstoffexperten und Produktionstechniker an zahlreichen Neuentwicklungen, die uns die Chance bieten, die Mobilität der Zukunft mitzugestalten. Ganz nach unserem Motto: Menschen Machen Morgen“, so das Fazit von Lucie Toscani.